Seite wählen

Wetterauer Zeitung vom 13.09.2022

>>> hier herunterladen

 

Beiträge von Thomas Lummitsch:

“Prolog zum Barocken Ensemble”

Die Gründung des Prämonstratenser-Konventes in Ilbenstadt fiel in eine Phase, die von Glaubenseifer und dem Bemühen um kirchliche Erneuerung mitbestimmt wurde. Daneben spielten machtpolitische Verwicklungen des Grafenhauses der Cappenberger und deren materielle Interessen eine ebenso maßgebliche Rolle.

Zu Beginn des 12. Jahrhunderts kam es zu einer breiten Erneuerungsbewegung der Kirche, die sich auch in der Gründung zweier bedeutender Orden um 1120 niederschlug, den der Zisterzienser und der Prämonstratenser. Erstere befassten sich, getreu der benediktinischen Regel „ora et labora“, mit Landwirtschaft und Handel. Dagegen stellt der Prämonstratenser-Orden ein weniger enthaltsames und viel kontemplativeres Lebensmodell dar. Seine Mitglieder sind als sog. Regularkanoniker weniger streng an klösterliches Gemeinschaftsleben gebunden. Diese werden daher nicht als Mönche und Nonnen bezeichnet, sondern als Chorherren und Chorherrinnen, denen trotz Armutsgelübte dennoch eigener Besitz zugestanden wurde. Der Adel konnte dabei erfolgreich als Zielgruppe gewonnen werden…

>>> hier vollständigen Beitrag herunterladen

“Der Ilbenstädter Konvent in der Neuzeit bis zum Dreißigjährigen Krieg”

In der „Frühen Neuzeit“ kehrt auch im Konvent Ober-Ilbenstadt eine Stimmung von Unsicherheit und Spannungen ein. So wird am 29. Oktober 1522 von einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen den Fratres berichtet (Vgl. Clemm-Regesten S. 376/377). Einer der Kontrahenten, Gernandus Wolnstadt, habe dabei den Prior, der mit weiteren Brüdern die Gegner trennen wollte, tätlich angegriffen. Darauf habe Heilmanus Winnecker, der mit dem Gernandus im Streit gelegen hatte, dem Letztgenannten mit einem Knüppel („Knittel“) das Kinn zertrümmert. 13 Tage später ist dann der Verletzte verstorben. Auch wenn das folgende Verfahren mit einem Freispruch endete und der Streitgegenstand ungenannt bleibt, deutet dies auferhebliche Spannungen unter den Chorherren hin…

>>> hier vollständigen Beitrag herunterladen

“Die Blüte in der Barockzeit”

Das geistliche, wirtschaftliche und kulturelle Aufblühen beider Konvente während der Barockzeit ist mit den beiden Äbten Georg Laurenzi (1636-1657 Propst-1657-1663 Abt) und Andreas Brand (1681-1725)verbunden. Im Zuge der wirtschaftlichen Aufschwungsphase nach 1648 bis 1756 (Beginn des Siebenjährigen Krieges) wurde die bisherige Propstei 1657 zur Abtei erhöht. Zwischen 1700 und 1725 wird fast das gesamte bauliche Bild des gesamten barocken Ensembles geprägt…

>>> hier vollständigen Beitrag herunterladen

“Das Ende der Prämonstratenser in Ilbenstadt 1803”

Im Jahre 1802/3 bewirkt die Politik Napoleons die Abtretung aller linksrheinischen Territorien des noch bestehenden Altreiches. Als Entschädigung erhielten alle davon betroffenen Landesherren Kirchenbesitz. Der Reichsdeputationshauptschluss von Regensburg beschied am 25. Februar 1803: „Die Austheilung und endliche Entschädigung geschieht wie folgt…§ 20 Abs. 5…dem Grafen von Leiningen-Westerburg, ältere Linie die Abtey und das Kloster Ilbenstadt in der Wetterau, mit der Landeshoheit in ihrem geschlossenen Umfange…“(Siehe Clemm-Regesten S. 405)

>>> hier vollständigen Beitrag herunterladen

 

Johannes Braun beim Vortrag an der Ilbenstädter Basilika